Montag, 9. Oktober 2017

„Die Insel der Freundschaft“ von Durian Sukegawa

Ich bin nicht vollends überzeugt

Ryosuke hat einen Gelegenheitsjob auf einer Insel angenommen. Der Weg dorthin beinhaltet eine Schiffsreise. Auf der Fähre lernte er seine Kollegen kennen, zwei weitere Menschen, auf der Suche nach sich selbst. Auch Ryosuke ist eigentlich nicht wegen dem Job auf die Insel gefahren, er hat sie nur als Grund genommen seine Zelte auf dem Festland vorerst abzubrechen und sich auf die Suche nach einem Freund seines Vaters zu machen.

Das Buch hat sehr schleppend begonnen, zeitweise musste ich mich zwingend weiterzulesen, mir fehlte sehr lange die Spannung. Jedoch am Ende muss ich sagen kam die Spannung doch noch. Der Schreibstil im allgemeinen war sehr angenehm und leicht zu lesen.

Was mir an der Schreibweise des Autors unglaublich gut gefällt ist, dass die Landschaftsbeschreibungen einzigartig gut gelegen. Man kann sich die Orte und Landschaften super vorstellen. Auch die Charaktere werden mit einer einzigartigen Hand dargestellt. Man merkt gar nicht, dass die allgemeine Stimmung, zum Beispiel des Wetter die Art der Charaktere unterstreicht. Somit gewinnt man ein unglaubliches Bild der Charaktere, als wenn man sie persönlich kennenlernen würde.

Im allgemeinen war das nicht schlecht, doch der langatmige Teil überwiegt im Endeffekt. Ich habe vor einiger Zeit das Erstlingswerk dieses Autors „Kirschblüten und rote Bohnen“ gelesen, was mir deutlich besser gefallen hat als dieses Werk.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

Sonntag, 1. Oktober 2017

„Unter den Mitternachtsmond“ von Elisabeth Büchle

 Wenn einen das Schicksal lenkt.


Patrick sucht nach einem schweren Schicksalsschlag mit seinem Sohn Leo die Ruhe und Abgeschiedenheit eines alten, geschichtsträchtigen Hauses auf einem Berg. Sie ziehen in den Ostflügel ein. Im Westflügel wohnt eine sonderbare Frau Deborah. Sie ist Künstlerin und total chaotisch. Auf den ersten Blick ist die Kombination von Patrick, total aufgeräumt und einen geregelten Ablauf liebend mit Deborah, chaotisch und spontan nicht die beste. Patrick ist dauerhaft besorgt um seinen Sohn, nach dem Verlust seiner Frau plagen ihn schweren Verlustängste und der hat in alles und jeder Situation seinen Sohn. Schafft es Deborah, gemeinsam mit Waldemar den Vermieter der kleinen Familie zu helfen?

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Man taucht in die Geschichte ein. Es gibt viel Gefühl, kombiniert mit viel Humor. Ich finde, diese Meldung passt sehr gut zu diesem Buch und lässt keine langatmigen Stellen entstehen. Auch, dass die Geschichte aus verschiedenen ich-Perspektiven erzählt wird bietet Abwechslung. Außerdem erfährt man auf so die Gedanken der andere Personen und hat nicht nur eine einseitige Sicht vor sich. Auch das bietet Abwechslung..

Da das Buch einfach dahin fliegt beim Lesen gar nicht merkt, wie schnell man schon das Ende wieder erreicht hat und ich wirklich überzeugt von der Mischung zwischen Gefühl und Humor bin vergebe ich 5 von 5 Sternen und kann das Buch nur wärmstens weiter empfehlen.

Sonntag, 24. September 2017

„Die Magie der letzten Wünsche“ von Emma Peony

Wenn „Bärchi“ eine Mission hat


Kilian hat schon wieder seinen Job verloren. Jetzt sitzt er bei einem schlechten Sachbearbeiter auf dem Arbeitsamt und dieser ist natürlich wie immer nicht ganz engagiert. Das Stellenangebot, welches Kilian bekommt ist in einer Seniorenresidenz. Schnellstmöglich schreibt der Sachbearbeiter die Adresse auf und bittet Kilian dann nach draußen. So kommt es, dass Kilian wenige Stunden später auf seine alten Vespa in einer schönen Allee vor einem ansprechenden Gebäude mit großem Park hält. Er ist extra etwas zu früh, denn er hat die Angewohnheit sonst immer zu spät zu kommen. Jetzt hat er sogar noch eine ganze halbe Stunde Zeit, sich den Park anzusehen. Einfach wundervoll.

Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr schön, anfänglich hatte ich einige Probleme, mich mit Kilian identifizieren zu können, oder zumindest seinen Standpunkt objektiv zu betrachten, da er mir schon irgendwie komisch vorkam. Das hat sich jedoch mit der Zeit gelegt und ich muss sagen, eine Wandlung, wie dieser Protagonist sie durchmacht ist selbst unter erfundenen Charakteren sehr selten. Die Darstellung dieser Wandlung ist sehr gut gelungen, man merkt einfach, dass der Charakter mit sehr viel Liebe gezeichnet wurde. Auch die anderen Protagonisten sind sehr gut dargestellt. Von jedem ist etwas dabei. Auch die Gefühle, der in diesem Buch nicht zu kurz, es gibt lustige Stellen und traurige Stellen. Da sich im Endeffekt die Waage hält, würde ich sagen, dass das Buch gleichmäßig lustig, aber auch traurig ist.


Jedoch muss ich sagen, da mir der Einstieg doch recht schwergefallen ist, vergebe ich vier von fünf Sternen und sage weiter so!