Montag, 19. Februar 2018

„Der Klang des Muschelhorns“ von Sarah Lark

Wird die Liebe siegen?


Carol und Mara sind gemeinsam auf Rata Station, einer Farm nahe einer Maori Siedlung auf der Südinsel Neuseelands aufgewachsen. Carroll steht kurz vor der Heirat mit einem hoch angesehenen Schafzüchter. Als auf einer Schiffsreise ein Unglück geschieht bei welchem sich nur Carol, Mara und Linda retten können mithilfe eines Leutnant des Schiffes werden sie um das Erbe Farm betrogen. Dieser Umstand stürzt sie in krasse, individuelle Schicksale. Mara hat einen Liebhaber im Maori Dorf. Seine Mutter möchte diese Liebe nicht billigen. Nachdem Mara mit ihrem frisch Angetrauten Ehemann, ein Mann mit großen Plänen auf die Goldfelder zieht, trifft Eru die Entscheidung, sich einem Propheten auf der Nordinsel anzuschließen, der gerade einen brutalen Krieg gegen die weißen führt.

Der Schreibstil ist nicht einfach, aber auch nicht unheimlich kompliziert. Das einzige, was verwirren kann sind die verschiedenen Namen der Maori Stämme. Auch die einzelnen Familienbeziehungen finde ich doch recht kompliziert, da ist da einige inoffizielle Verwandtschaften gibt bei welchen man erst mal durchblicken muss. Hier empfiehlt es sich während des Lesens ein Beziehungsdiagramm zwischen den einzelnen Protagonisten zu erstellen das erleichtert das Lesen doch sehr.
Im Nachwort zum Roman schreibt die Autorin, dass sich viele Ereignisse, was den Krieg zwischen Maori und der weißen Bevölkerung betrifft sich vollkommen an den originalen Auseinandersetzungen orientiert. Die Geschichte an sich ist jedoch frei erfunden. Diese Kombination mag ich sehr gerne, man tut etwas für sein Allgemeinwissen und wird trotzdem gut unterhalten.

Da ich trotzdem nicht ganz überzeugt bin vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Montag, 5. Februar 2018

„Einatmen Ausatmen“ von Natasa Dragnic

Ich bin nicht überzeugt


,Georgia liegt nach einem Unfall im Koma. Sie ist von Beruf Sängerin in einer Jazzband. Sie hat schon mehrere Platten veröffentlicht. 2 vollkommen unterschiedliche Männer wurden vom Krankenhaus über den Unfall und ihren Gesundheitszustand informiert. Beide treffen im Krankenhaus auf einen 3. Mann. Was hat das zu bedeuten? Alle 3 standen in der Notfall Kontaktliste von Georgia. Gemeinsam setzen sie das Puzzle zusammen.

Ich bin leider überhaupt nicht zufrieden mit dem Schreibstil. Auch nicht mit den Charakteren. Einer der Männer geht mir mit seiner vulgären und gewaltbereiten Aussagen wirklich auf den Keks. Aber er muss ich sagen, dass mir alle 3 Männer auf den Keks gehen, es geht eigentlich die ganze Zeit nur darum, wer der größere, der bessere und der
Schuldigere  ist.
Zwischendurch gibt es auch noch Kapitel, welches vollkommen ohne Satzzeichen geschrieben sind. Diese Kapitel sind das reine Chaos und vollkommen verwirrend. Ohne Satzzeichen fehlt mir komplett der Überblick. Außerdem erfährt man zwar durch diese Kapitel ein bisschen was über ihre Geschichte, jedoch sind es immer nur Bruchteile und es fiel mir schwer diese zu behalten, da diese Kapitel sehr schwierig zu lesen waren und ich mich sehr konzentrieren musste, überhaupt die Satzkonstrukte voneinander zu trennen.

Leider war ich am Ende wirklich froh, dass es vorbei ist. Es war für mich sehr anstrengend, der Geschichte zu folgen und den Überblick über den gesamten Verlauf zu behalten. Leider kann ich nicht mehr als 1 von 5 Sternen vergeben.

Dienstag, 30. Januar 2018

"Glasherzmelodie" von Johanna Wasser

Pure Begeisterung 


Vor nicht allzu langer Zeit hat Mila ein neues Herz bekommen. Ihr eigenes hat versagt. Doch am Tag ihrer Führerscheinprüfung bricht sie plötzlich zusammen. Sie kommt ins Krankenhaus auf die Kardiologiestation. Doch sie merkt, obwohl es ihr gut geht, dass sie nicht so leistungsfähig ist, wie sie einmal war. Zu ihrem eigenen Schutz darf auch ihre kleine Schwester sie nicht mehr besuchen. Kontakt halten sie über Skype. Hier entsteht das Märchen der Glasherzprinzessin. Doch sie vermisst sie sehr. Je länger sie im Krankenhaus liegt, desto weiter sinkt ihre Laune. Bis eine Krankenschwester auf die Idee kommt, mit ihr zur Clownshow auf die Kinderstation zu gehen. Sie darf zwar nur durch eine Glasscheibe zusehen, aber besser als gar nicht. Nach kurzer Zeit fällt ihr ein trauriger Clown auf, als sie ihn sieht passiert etwas in ihr, womit sie niemals gerechnet hatte. 

Aki ist Feuerwehrmann. Als der bei einem Einsatz ein Kind aus einem brennenden Haus retten soll zögert er. Sein Chef ist der Meinung, dass etwas ihn blockiert. Somit unterzieht er sich einer Psychotherapie. Noch niemand ahnt, was diese zu Tage fördern wird. 

Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr unterhaltsam, durch die visuelle Abgrenzung durch unterschiedliche Schriftarten kann man sich sehr gut innerhalb der einzelnen Erzählperspektiven orientieren. Ich wurde quasi in die Geschichte hineinkatapultiert. Schonungslos wird berichtet, wie die herzkranke Mila ihren Weg in ein neues Leben meistern wird. Bis zuletzt ahnt man nicht, was die Geschichte für eine krasse Wendung erleben wird. 

Da ich grenzenlos begeistert bin von diesem Buch und ich auch denke, dass dieses Thema ein sehr wichtiges ist, über das definitiv auch in Romanen, im Rahmen einer Geschichte berichtet werden muss, vergebe ich 5 von 5 Sternen und ziehe meinen Hut, vor einer grandiosen Leistung.